Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Aktuelles | 07.12.2010

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

(ein Teilnehmer berichtet)

Vom 10. bis zum 12. November war die Kompetenzagentur zusammen mit der ambulanten Hilfe zur Erziehung des Jugendhauses Storchennest in großer Mission unterwegs. Zu fünfzehnt (5 Sozialpädagogen und 10 Teilnehmer von 15 bis 26 Jahre) machte sich die Gruppe auf, um die Hauptstadt Deutschlands unsicher zu machen.

Dabei ging es aber nicht darum Spass zu haben, sondern es wurden vorab klare Aufgaben und Ziele dieser Fahrt formuliert. Sowohl Mobilität als auch interkulturelle Kompetenzen sollten in Berlin trainiert werden. Eine Gruppenfahrt, mit ihren besonderen Herausforderungen, selbstständig zu organisieren und sich in einer fremden Großstadt alleine zu bewegen, stellte schon vor Beginn der Fahrt für die Teilnehmer eine enorme Hürde. Insbesondere die Tolleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen, aber auch das Erfahren unterschiedlicher Kulturen in Deutschland sollten als Souvenir von den Teilnehmern mit nach Hause genommen werden.

In zwei Vorbereitungstreffen wurde viel besprochen und geplant. Es wurde eingeteilt und abgestimmt, sodass die Reise schon vor der eigentlichen Fahrt losging.

Bereits am Anreisetag war für Spannung gesorgt und Organisationstalent gefragt. Schließlich mussten alle Teilnehmer von ihrem Heimatort zum vereinbarten Treff kommen. Als dann in Miltzow alle in dem gleichen Zug saßen, war es Gewissheit. Die Organisationsgruppe hat ihren Job gut gemacht. Am Berliner Hauptbahnhof angekommen musste sich die Gruppe zunächst orientieren, um anschließend die Unterkunft ausfindig zu machen. Das gelang so schnell und reibungslos, dass noch eine Menge Zeit blieb, um den Alexanderplatz zu erkunden und mit dem Bus eine Sightseeing-Tour zu machen.

Am zweiten Tag zeigte sich, das die Reisegruppe gut zusammenarbeitete. Denn nur einmal den falschen Bahnhof genommen und schon waren wir unter Zeitdruck. Schließlich wollten wir nicht unseren Besuch in der größten Moschee Berlins verpassen. Zum Glück wartete die Führerin auf uns und zeigte uns alles was wir wissen wollten. Anschließend wurden wir noch in eine Teestube geführt, wo unsere Führerin uns gedultig einige Fragen beantwortete.
Mit vielen Eindrücken im Gepäck und Hirsekringeln im Magen ging es auf zur ImportShop-Messe. In vier Hallen, jede so groß wie ein Fussballfeld, stellten Händler aus aller Welt ihre Waren aus und boten diese zum Verkauf. Wir teilten und in kleine Gruppen auf und so konnte jeder diesen Riesenmarkt auf seine Art erkunden.

Am Abreisetag konnte jeder selbst die Stadt erkunden. Sei es mit einem Besuch im Berliner Zoo, einen Ausflug zum Potsdammer Platz oder zum Bandenburger Tor. Wichtig war nur, dass alle zur vereinbarten Zeit am Hauptbahnhof eintrafen. Das klappte erstaunlich gut, sodass der Rückfahrt nichts mehr im Wege stand. Auch die individuelle Heimfahrt ab Stralsund stellte für niemanden ein Problem da, sodass alle wohlbehalten zu Hause ankamen und ihre ganz eigenen Eindrücke dieser Fahrt erzählen konnten.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass jeder Teilnehmer etwas positives aus der Fahrt gezogen hat. Ein Teilnehmer beschreibt das mit seinen eigenen Worten: "Ich denke das die Fahrt Jeden ein Stück weit gesprägt hat. Ich habe im Nachhinein sehr viel positive Erfahrung gemacht. Ich habe seit langer Zeit mal wieder ein positives Erlebnis gehabt. Ich wurde angenommen und akzeptiert und habe Spass gehabt Verantwortung zu übernehmen."